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Der DCAB-Wert in Silagen

Die Untersuchung des DCAB-Werts (Kationen-Anionen-Bilanz) rückt vor allem in den Trockensteherrationen immer mehr in den Vordergrund.

Milchfieber gehört zu einer der häufigsten Stoffwechselerkrankungen in Milchviehherden. Da hohe Mengen an Calcium für die Milchproduktion benötigt werden, der Bedarf aber nicht vollständig über das Futter gedeckt werden kann, sinkt der Gehalt an Calcium im Blut ab. Der Körper versucht gegenzusteuern und baut Calcium aus den Knochen ab. Dieser Prozess benötigt aber eine „Eingewöhnungszeit“ und läuft nicht sofort voll an. Hier muss die Kuh also schon während der letzten Zeit der Trockenstehphase an den Abbau von Calcium gewöhnt werden. Dies geschieht durch Fütterung von Rationen mit einem niedrigen DCAB-Wert von ca. 50 meq/kg TS. Durch den niedrigen DCAB-Wert entsteht ein Überhang an Anionen und es wird eine metabolische Azidose herbeigeführt, wodurch der Körper einen erhöhten Calciumbedarf hat.

Auch bei laktierenden Kühen ist die Kenntnis über den DCAB-Wert von Bedeutung. Eine durch Fütterung hervorgerufenen metabolische Azidose, die bei trockenstehenden Kühen in den letzten 14 Tagen vor der Kalbung durchaus erwünscht ist, könnte sich eventuell für laktierende Kühe als problematisch erweisen. Deshalb sollte die Kationen-Anionen-Bilanz in der Ration für Laktierende bei > 200 meq/kg TS liegen. Vor allem bei GVO-freier Fütterung mit einem hohen Anteil an Rapsextraktionsschrot kommt es zu einer Verringerung der Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB) in der Futterration. Dieser bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Säure-Basen-Haushalt der Tiere. Daher ist die Kenntnis der genauen DCAB-Werte der Futterrationen zwingend notwendig.

Die Auswertungen der DCAB-Gehalte bzw. von Natrium, Kalium, Chlorid und Schwefel der Silagen in den letzten Jahren zeigen große Schwankungen zwischen den einzelnen Silagen. Eine Rationsberechnung anhand von Durchschnittwerten ist hier also nicht zu empfehlen.

 

Ansprechpartner

Fritz, Maike

Laborbereichsleiterin:
Futtermittelmikroskopie
Grundfutteruntersuchungen
Tierernährung


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© Dr. Jakob Groenewold