Erträge sichern. Erfolg ernten!
 
 

Untersuchung der Bodenart und des Humusgehaltes

Die Bodenart (Korngrößenanalyse), der Humusgehalt und das C/N-Verhältnis steuern wesentliche Standortfaktoren.

Wofür ist die Bestimmung von Bodenart, Humus und C/N-Gehalt sinnvoll? 

Die Bodenart (Korngrößenanalyse), der Humusgehalt und das C/N-Verhältnis steuern wesentliche Standortfaktoren wie Wasserhaltevermögen, Nährstoffspeicherung, Bearbeitbarkeit und Mineralisierungspotential. Als Grundlage für die Interpretation von Bodenanalysen sind diese Größen besonders wertvoll, weil sie helfen, Messwerte fachlich korrekt in den Standortkontext zu setzen. 

Welche Bodeneigenschaften werden bestimmt und warum? 

  • Bodenart (Korngrößenanalyse): Unter Bodenart versteht man den Feinboden, also die Körnung des Bodens bis 2 mm Größe. Sie besteht aus drei Größenklassen: 

  • Sand: 0,063 mm bis 2 mm Größe 

  • Schluff: 0,002 bis 0,063 mm Größe 

  • Ton: unter 0,002 mm Größe 

Sand ist besonders relevant für den Lufthaushalt des Bodens, der Schluff für die Wasserspeicherung und Ton für die Speicherung von Nährstoffen, die Aggregierung und den Humushaushalt. 

Die jeweiligen Anteile an Sand, Schluff und Ton bestimmen die Bodenart und damit die Eigenschaften des Bodens. Insgesamt kennt man in Deutschland 31 Bodenarten, die im Bodenartendreieck (nähere Informationen, PDF) wiedergegeben sind.

Eine Korngrößenanalyse ergibt die prozentualen Gehalte an Sand, Schluff und Ton. Damit ist eine genaue Bestimmung der Bodenart möglich. Die Untersuchung der Bodenart ist einmalig, weil sich die Bodenart im Laufe der Zeit nur sehr langsam verändert. 
Im Rahmen der Grund- und Mikronährstoffuntersuchung wird die Bodenart über die Fingerprobe geschätzt. Die Bodenart wird einer Klasse zugeordnet und nicht in Prozentanteilen der Größenklassen angegeben. In den meisten Bundesländern gilt die Einteilung nach VDLUFA mit 5 Bodenartengruppen (Abbildung rechts), in Niedersachsen eine Einteilung mit 13 Bodenartengruppen. Diese sind Grundlage der Kalkungs- und Düngeempfehlungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

  • Humusgehalt: Ebenso wichtig wie die Bodenart ist der Humusgehalt des Bodens. Der Humusgehalt bestimmt die Bodenfruchtbarkeit, die Strukturstabilität und die Wasserhaltefähigkeit des Bodens. Eine Laboruntersuchung ergibt den prozentualen Humusgehalt. Damit ist eine genaue Bestimmung des Humusgehalts möglich. Die Untersuchung des Humusgehalts ist einmalig, weil sich der Humusgehalt des Bodens im Laufe der Zeit nur langsam verändert. 
    Im Rahmen der Grund- und Mikronährstoffuntersuchung wird der Humusgehalt über die Fingerprobe geschätzt. Der Humusgehalt wird einer Klasse zugeordnet und nicht in Prozentanteilen angegeben.

  • C/N-Verhältnis: Das C/N-Verhältnis (Verhältnis von Kohlenstoff (C) zu Stickstoff (N)) ist ein Massstab für die Qualität des Humus. Je enger das Verhältnis, desto besser ist in der Regel die Humusqualität und auch das Potential des Bodens, Nährstoffe wie Stickstoff und Schwefel zu mineralisieren. 

  • Kombination sinnvoll mit: Grunduntersuchung und Mikronährstoffuntersuchung. 

Wie laufen Beprobung und Untersuchung ab? 

  1. Haben Sie vorab Fragen? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: 
    Dr. Sören Hansen | Tel.: +49 5151 9871-24 | soeren.hansen@lufa-nord-west.de  
    Rita Wellhausen | Tel.: +49 5151 9871-64 | rita.wellhausen@lufa-nord-west.de 

  1. Fläche definieren: Die Probenahme entspricht der Grunduntersuchung. Klären Sie, welche Flächen beprobt werden sollen. Entscheiden Sie, ob es Sinn macht, diese aufgrund von Bodenunterschieden zu unterteilen. Diese Fragestellung ist nicht alltäglich, für ein nutzbares Ergebnis jedoch sehr wichtig. Mit unserer umfangreichen Erfahrung unterstützen wir Sie gerne dabei. 

  1. Probe nehmen: Entscheiden Sie, ob Sie selbst Proben nehmen wollen oder einen Probenehmer beauftragen möchten. Wir können Ihnen Probenahmegeräte ausleihen oder Ihnen einen professionellen Probenehmer vermitteln. Eine detaillierte Probenahme-Anleitung erhalten Sie unter diesem Link

  1. Untersuchungsauftrag: Laden Sie unseren Untersuchungsauftrag herunter und wählen Sie die für Sie passenden Untersuchungen aus

  1. Abgabe/Versand: Bringen Sie die Probe zu einer unserer Annahmestellen (Link öffnet neue Seite) oder senden Sie sie uns zu: 
    LUFA Nord-West  
    Finkenborner Weg 1A 
    31787 Hameln 

  1. Ergebnisbericht: Nach 3-4 Wochen erhalten Sie den Prüfbericht mit den Ergebnissen. 

Häufige Fragen zur Bodenuntersuchung (FAQ) 

  • Warum Bodenart und Humus wichtig für Nährstoffe? 
    Bodenart und Humus sind wichtig für die exakte Eingruppierung der Nährstoff-Gehaltsklassen und der Düngeempfehlungen. Der pH-Wert und die Verfügbarkeit der meisten Nährstoffe hängen stark von Bodenart und Humusgehalt ab.  

  • Was sagt Humus praktisch aus? 
    Humus beeinflusst die Bodenstruktur, die Nährstoffspeicherung und die Mineralisierung von Nährstoffen, insbesondere Stickstoff. Über das C/N-Verhältnis lässt sich die Humusqualität abschätzen. 

  • Wie genau ist die Fingerprobe? 
    Sie ist für eine praxisnahe Einordnung geeignet. Eine höhere Genauigkeit wird durch die Laborbestimmung der Bodenart erzielt.  

  • Muss ich Bodenart und Humusgehalt jedes Mal bestimmen lassen? 
    Da die Bodenart sich nicht verändert und der Humus allenfalls über Zeiträume von Jahrzehnten, reicht es, diese Werte einmalig zu bestimmen. Sie können mit der Grunduntersuchung in Auftrag gegeben werden. 

  • Wie nutze ich die Ergebnisse am besten? 
    Zum Beispiel in Kombination mit der Grunduntersuchung. Wird die Bodenart bestimmt und die gleiche Fläche bei uns erneut auf Nährstoffgehalte untersucht, verwenden wir diese weiter. 

 

Downloads

 

Ansprechpartner

Dr. Hansen, Sören

Laborleitung Boden- und Pflanzenuntersuchungen

Finkenborner Weg 1 a
31787 Hameln

Tel.: +49 5151 9871-24
E-Mail: Soeren.Hansen~lufa-nord-west.de

Wellhausen, Rita

Kundenberaterin für Bodenuntersuchungen

Finkenborner Weg 1 a
31787 Hameln

Tel.: +49 5151 9871-64
Mobil: +49 152 54782264
E-Mail: Rita.Wellhausen~lufa-nord-west.de