Pflanzenuntersuchung auf Qualität, Mineralstoffe und Schwermetalle

Die Pflanzenuntersuchung liefert eine fundierte Grundlage zur Bewertung der Nährstoffversorgung, der Qualität und möglicher Belastungen durch Schwermetalle.

Die Pflanzenuntersuchung liefert eine fundierte Grundlage zur Bewertung der Nährstoffversorgung, der Qualität und möglicher Belastungen durch Schwermetalle. Sie unterstützt landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter und Berater dabei, Pflanzenbestände gezielt zu beurteilen und die richtigen Maßnahmen für Ertrag, Produktqualität und Vermarktung abzuleiten.

Untersucht werden unter anderem Getreide, Ölfrüchte, Hackfrüchte, Leguminosen, Gemüse und Obst.

Mineralstoffanalyse zur Erkennung von Nährstoffmangel

Pflanzenschäden entstehen häufig durch eine unausgewogene Nährstoffversorgung. Mit Hilfe der Mineralstoffanalyse können Ursachen von Nährstoffmangel oder Fehlversorgungen zuverlässig festgestellt werden.

Besonders wichtig ist die Pflanzenanalyse bei:

  • der Diagnose von Mangelerscheinungen
  • der Bewertung des Ernährungszustands der Pflanzen
  • der Untersuchung von Spurenelementen
  • der fachgerechten Düngeberatung

Die Analyse unterstützt dabei, Düngemaßnahmen gezielt anzupassen und die Nährstoffeffizienz im Betrieb zu verbessern. Untersucht werden von einer Probe folgende Elemente:

  • Stickstoff (N)
  • Schwefel (S)
  • Phosphor (P)
  • Kalium (K)
  • Magnesium (Mg)
  • Calcium (Ca)
  • Kupfer (Cu)
  • Eisen (Fe)
  • Zink (Zn)
  • Mangan (Mn)
  • Bor (B)
  • Aluminium (Al)

Zusätzlich in Auftrag geben können Sie:

  • Molybdän (Mo)
  • Silicium (Si)
  • Nickel (Ni)
  • Selen (Se)
  • Cobalt (Co)

Pflanzenqualität zuverlässig bewerten

Die Qualitätseigenschaften von Pflanzen lassen sich über ihre wertbestimmenden Inhaltsstoffe charakterisieren. Dazu zählen insbesondere Protein, Fett, Zucker und Stärke. Diese Parameter geben Aufschluss darüber, ob eine Kultur für bestimmte Verarbeitungs- oder Vermarktungswege geeignet ist.

Typische Beispiele aus der Praxis:

  • Weizen: Zur Beurteilung der Backqualität werden Proteingehalt, Sedimentation und Fallzahl herangezogen.
  • Gerste: Der Proteingehalt ist ein wichtiges Kriterium für die Eignung als Braugerste.
  • Raps: Als wertbestimmender Inhaltsstoff wird vor allem der Ölgehalt analysiert.

Zusätzlich können qualitätsmindernde Faktoren erfasst werden. Dazu gehören unter anderem:

  • erhöhte Schwermetallgehalte (Blei, Cadmium, Chrom, Nickel, Quecksilber)
  • Besatz mit Vorratsschädlingen
  • Verunreinigungen durch Unkrautsamen

Mit einer gezielten Pflanzenanalyse lassen sich diese Einflüsse frühzeitig erkennen und bewerten.

Untersuchung auf Schwermetalle in Pflanzen

Neben der Qualitäts- und Nährstoffbewertung spielt auch die Untersuchung auf Schwermetalle wie

  • Blei (Pb)
  • Cadmium (Cd)
  • Chrom (Cr)
  • Nickel (Ni)
  • Quecksilber (Hg)

eine wichtige Rolle. Erhöhte Gehalte können die Qualität von Ernteprodukten mindern und die weitere Verwendung einschränken.

Die Schwermetallanalyse schafft Klarheit bei Verdachtsfällen und ergänzt die ganzheitliche Beurteilung des Pflanzenmaterials.

Für welche Kulturen sind Pflanzenuntersuchungen sinnvoll?

Untersuchungen zur Beurteilung von Pflanzenqualität, Mineralstoffversorgung und möglichen Belastungen werden insbesondere durchgeführt bei:

  • Getreide
  • Ölfrüchten
  • Hackfrüchten
  • Leguminosen
  • Gemüse
  • Obst

Damit ist die Pflanzenanalyse ein wichtiges Instrument für Qualitätssicherung, Anbauoptimierung und Beratung in der modernen Landwirtschaft.

Nutzen Sie unsere Pflanzenuntersuchung für verlässliche Ergebnisse zu Qualität, Mineralstoffen und Schwermetallen – wir beraten Sie gerne.


FAQ zur Pflanzenuntersuchung

 

Was wird bei einer Pflanzenuntersuchung analysiert?

Bei einer Pflanzenuntersuchung werden je nach Fragestellung Mineralstoffe, Qualitätsparameter und mögliche Belastungen durch Schwermetalle untersucht. Dazu gehören unter anderem Spurenelemente, Protein, Fett, Zucker, Stärke sowie und Schadstoffe.

 

Wofür dient die Mineralstoffanalyse bei Pflanzen?

Die Mineralstoffanalyse hilft, Nährstoffmängel und Ungleichgewichte zu erkennen. Sie dient außerdem der Beurteilung des Ernährungszustands der Pflanzen und unterstützt die Düngeberatung, besonders bei Spurenelementen.

 

Wie nehme ich Proben für die Pflanzenanalyse?

Entnehmen Sie aus dem Pflanzenbestand an 15-20 Stellen eine Probe. Welche Pflanzenteile Sie für die Probe verwenden und welches Entwicklungsstadium günstig ist, erfahren Sie in unserem Verzeichnis der Probenahmezeitpunkte & Pflanzenorgane . Je Probe benötigen wir mindestens 500 – 1.000 Gramm. Verpacken Sie die Proben in einem perforierten Beutel und halten Sie sie kühl. In unseren Probenannahmestellen (Link öffnet neue Seite) befinden sich Kühlschränke, und die Proben werden von einem Kühlfahrzeug abgeholt.

 

Warum ist die Pflanzenanalyse für die Qualität wichtig?

Die Pflanzenanalyse zeigt, ob eine Kultur die erforderlichen Eigenschaften für bestimmte Verarbeitungsprozesse erfüllt. Bei Weizen sind zum Beispiel Proteingehalt, Sedimentation und Fallzahl wichtige Kriterien für die Backqualität.

 

Welche Kulturen können untersucht werden?

Pflanzenuntersuchungen werden unter anderem bei Getreide, Ölfrüchten, Hackfrüchten, Leguminosen, Gemüse und Obst durchgeführt.

 

Warum ist die Untersuchung auf Schwermetalle relevant?

Erhöhte Schwermetallgehalte können die Qualität von Pflanzen und Ernteprodukten negativ beeinflussen. Eine Analyse hilft, Belastungen frühzeitig zu erkennen und Risiken für Nutzung und Vermarktung zu bewerten.

 

Welche Qualitätsmängel können zusätzlich festgestellt werden?

Neben den wertbestimmenden Inhaltsstoffen können auch Vorratsschädlinge, Unkrautsamen und andere Verunreinigungen erfasst werden, die sich qualitätsmindernd auswirken können.

 

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© Dr. Frank Lorenz